Vorbei.
Das war es dann auch schon wieder mit 2011. Traditionell wird das Jahr mit Frinton, Ekel Alfred und Wii-Turnier verabschiedet, bevor dann alles wieder von vorne anfängt. Was bleibt? Ein Höchst wechselhaftes Jahr mit erdenklichen Höhen und Tiefen, schaurig-schön irgendwie. Früher war das immer der Moment für Bestenlisten der unterschiedlichsten Art, vorzugsweise im Bereich Musik. Mit musikalischen Highlights war 2011 für meine Begriffe eher spärlich gesät. Das Album das Jahres hat klar Thees Uhlmann abgeliefert. Auch Casper’s “Xoxo” konnte nachhaltig überzeugen. Pearl Jam feierten ihr 20-Jähriges Bestehen mit der gelungenen Doku “PJ20″. Coldplay’s “Mylo Xyloto” hingegen war mir zu routiniert und daher eher langweilig, viel mehr war dann auch kaum. Stattdessen gab es herbe Verluste zu beklagen. E Streeter Clarence Clemons starb viel zu früh, R.E.M. sagte nach 31 Jahren des Bestehens good-bye. Und das wenige Monate nach Veröffentlichung des formidablen “Collapse Into Now”. Vorfreude hingegen eröffnet 2012 mit der Aussicht auf ein neues Werk von Springsteen und dem Konzert in Köln am Pfingstsonntag. Sportlich bleiben drei Titelgewinne haften. Die Green Bay Packers gewannen im Februar nach 14 Jahren Pause wieder den Super Bowl, der FC Schalke 04 gewann im Mai den DFB-Pokal und mein E-Jugend-Team wurde im September erstmals Stadtmeister auf dem Feld. Daneben wird sicherlich das Schalker Viertelfinale in der Champions League gegen Inter Mailand für immer unvergessen bleiben. Hier kann sich die Bilanz also durchaus sehen lassen. Und sonst so? “Hard times they come, hard times they go.” Passt.
Zwischendurch möchte ich hier einmal in aller Objektivität anmerken, dass ich mit den Farben meines angebeteten Klubs riesiges Glück habe. So könnte ich beispielsweise kein Team unterstützen, das in Gelb-Schwarz auf den Platz muss- gelb und schwarz, herrje, geschmackloser geht’s nicht! Irgendwo fordert doch auch die Ästhetik ihr Recht. Bloß weil man den Sonntagnachmittag gern johlend und kreischend, singend und springend verbringt, ist man doch kein Kulturbanause. (…) Beten wir also für alle Eltern, deren Sohn Fan von NAC Breda oder Lierse SK ist und das mit seiner Zimmertapete dokumentiert, mit seinen Heftschonern, den Jacken und Schals. Farbenterror in Schwarz und Gelb, der seine Spuren im Hirn hinterlässt und die Schulnoten des Jungen gründlich verdirbt. Blau-Schwarz schließlich finde ich auch nicht berauschend, aber verglichen mit Gelb-Schwarz geradezu eine Lust für das Auge. All dies jedoch, wie gesagt, nur nebenbei.
— Dimitri Verhulst, Essay über meine unsterbliche Liebe zum Klub Standard Lüttich
notes.app für ToDo’s nutzen
Things, TaskPaper und Co.- ich habe schon mit einigen ToDo-/GTD-/Hassenichgesehen-Apps auf dem iPhone experimentiert. Doch irgendwie bin ich mit keiner so wirklich warm geworden. Oftmals übersteigt die Funktionsvielfalt den persönlichen Bedarf. Auf minimalmac.com bin ich heute auf einen interessanten (Video-) Artikel gestoßen, der ein Bordmittel Apples als weitere Alternative aufzeigt.

Notes.app, welches auf meinem iPhone bisher ein Schattendasein fristete, bietet eigentlich alles, was man für die einfache Aufgabenverwaltung braucht. Zumindest mir. Und indem man die einzelnen Notes/Tasks mit beispielsweise Schlagworten, Daten oder Prioritätsstufen versieht, kann man anhand der Suchfunktion bequem filtern und die App flexibel an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Das Gute liegt oft so nah.
Ja, ich war früher ein NBA-Fan. Oder vielmehr ein Fan der Seattle SuperSonics. Regelmäßig verfolgte ich (damals noch im DSF) sonntags zu später Stunde die Übertragungen aus Amerikas Basketball-Eliteliga. Ärgerte mich, wenn wieder einmal die Lakers oder die Knicks übertragen wurden. Freute mich, wenn doch einmal die Sonics dran waren, in den Neunzigern immerhin eine der beständigsten Franchises. Ich erinnere mich gerne an das legendäre Team von 1996 mit Gary “The Glove” Payton, Shawn “Reign Man” Kemp, Detlef “Det the Threat” Schrempf, Hersey Hawkins, Nate McMillan, Sam “Big Smooth” Perkins & Co., welches erst in den Finals am wohl besten Team aller Zeiten, den Chicago Bulls um Jordan, Pippen und Rodman, scheiterte.
Spätestens 2008 war dann alles vorbei. Die Sonics erfuhren eine unsägliche “relocation” und fanden sich in Oklahoma City wieder. Und ab da war auch die NBA für mich passé.
In größeren zeitlichen Abständen durchforste ich ab und an das Netz nach “Neuigkeiten” über mein altes Lieblingsteam. Eigentlich in der Hoffnung, das es Zeichen auf ein neues Team in Seattle gibt, immerhin verblieben die Rechte am Namen, Farben und Logo in der Stadt. Und so stieß ich erst mit einjähriger Verspätung auf ein beachtliches filmisches Dokument: Sonicsgate: Requiem for a team. Großartig und absolut sehenswert. Und ein weiterer Augenöffner hinsichtlich des gnadenlosen Regiments des Kommerzes im modernen Profisport.
R.E.M.’s Collapse Into Now - der offizielle Trailer. Im iTunes-US Store besteht bereits die Möglichkeit, das Album vorzubestellen und neben dem “Discoverer” mit “It Happened Today” einen weiteren Song vorab zu erhalten. Im deutschen Store = bisher Fehlanzeige. Aber anyway, man ist ja noch jung, man kann warten.
Frohe Weihnachten.
Bei der Geburt getrennt

Schneemann aus dem Garten / Kenny aus Southpark
